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Irina Corona – Mit Acrylfarben zum gegenstandslosen Kunstwerk

Irina CoronaMeine Malerei ist gegenstandslos und daher völlig frei von irgendwelchen Assoziationen. Diese Freiheit ist vor allem ausschlaggebend für meine Art zu malen.


Nach längeren Auseinandersetzungen mit gegenständlichen Motiven über die Abstraktion bestimmter Motive, bin ich während meines Studiums zu einem von Bildmotiven völlig freigestellten, informellen Arbeiten gelangt. Am liebsten greife ich, ohne mir vorher groß Gedanken zu machen zu Pinsel und Acrylfarbe und fange an zu malen. Ich lasse mich vom eigenen Befinden und Zufallsprozessen leiten, indem ich mit unterschiedlichen Materialien experimentiere.
Hell-Dunkel-Kontraste sprechen mich sehr an, besonders wenn sie durch Schwarz und Weiß erzeugt werden und mit nur wenigen zusätzlich verwendeten Farben Akzente gesetzt werden wie z.B. bei Karl Otto Götz, Fred Thieler oder K.R.H: Sonderborg.
In meinen Arbeiten verwende ich oft monotypische Elemente, für die ich auf Glasplatten male und damit Spuren per Abklatschverfahren auf die meist selbst gebaute Leinwand oder andere Bildträger bringe. Abgesehen von Glasplatten verwende ich jedoch auch viele weitere Materialien und Techniken, die interessante Spuren hinterlassen. Somit arbeite ich oft mit dem Zufall als Gestaltungsmittel, denn ich weiß nie genau, welche Farbstellen auf dem Glas auf die Bildträger übertragen werden. Trotzdem setze ich den Zufall kontrolliert ein und arbeite an den meisten zufällig entstandenen Bildstellen weiter, indem ich sie mit dem Bildhintergrund oder zusätzlich hinzugefügten Farben und Formen verbinde. Stellenweise werden zufällig entstandene Bildelemente zwar unverändert stehen gelassen, in den meisten Fällen verwende ich den Zufall jedoch als Ausgangspunkt für mein weiteres Schaffen.

Ein Acrylkunstwerk, welches nicht geplant werden muss

Herodes ResignationMeine Werke sind, wie es in der informellen Malerei die Regel ist, nicht im Voraus bis ins Detail geplant. Ich gehe in meiner Arbeit eher frei vor und lasse mich einzig durch den Malprozess leiten und lenken.
Nach Ende einer Arbeitsphase bin ich nicht immer mit dem Ergebnis zufrieden, aber diesen Anspruch stelle ich mir auch im Vornherein erst gar nicht. Wenn ich nicht zufrieden bin, arbeite ich ein anderes Mal an dem Bild weiter. Ich übermale es z.B. stellenweise und setze mich erneut mit den für meine Empfindung nicht stimmigen Stellen auseinander. Teilweise verwende ich nicht deckende Farben, lasse so das zuvor Gemalte als untere Farbschicht noch erkennbar und arbeite mit dieser als neues Bildelement weiter. Manche Bilder lassen sich in meiner Arbeitsweise sehr schnell fertig stellen, andere brauchen wiederum viele Wochen und zahlreiche neue Anlaufversuche.
Immer wieder überlege ich mir neue Ausdrucksmöglichkeiten und setze möglichst viele davon in die Praxis um. Ich ziehe eine Vielzahl an Materialien heran, wie zum Beispiel Modellier- & Strukturpaste und versuche damit, möglichst individuelle Effekte zu erzielen mit. Dies gelingt mir nicht immer, sodass ich einige Techniken modifiziere, bzw. einige Materialien gänzlich aus meinem Repertoire streiche.

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