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André Schütze – In der Düsseldorfer Kunstszene groß geworden

Portrait André SchützeWie ich genau zur Kunst gekommen bin und warum ich heute so male wie ich male, ist für mich sehr schwer zu schildern.
Wenn ich darüber nachdenke, sind da viel Faktoren, Ereignisse und Erlebnisse, die mich maßgeblich geprägt haben.

Sei es ein gewisser, von Kindes bzw. Jugendzeit an, aufgebauter Freundeskreis mit Bezug zur Düsseldorfer Kunstakademie, zu der ich auch lange ein besonderes Verhältnis hatte aber nie dort studiert habe, die Kunst, Punk und Musikszene Düsseldorfs oder auch viele positive und negative Erlebnisse im Leben, mit denen man sich auf seine eigene Art und Weise auseinander setzt und diese versucht zu verarbeiten.

Geboren wurde ich 1976 in Düsseldorf und bin dort auch aufgewachsen. Heute lebe und arbeite ich in Hamburg.

Mit Bleistift und Kohlestift auf der Spur der großen Meister

Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind mit meinen Eltern in Amsterdam war und dort Bilder von Van Gogh gesehen habe und fasziniert war. Zunächst habe ich als Kind versucht, Bilder von ihm in Bleistift und Kohle zu zeichnen. Als Jugendlicher, habe ich mich intensiv mit verschiedenen Kunststilen, wie Pop Art, Dadaismus, Surrealismus und vor allem Expressionismus auseinander gesetzt, aber auch mit der Underground Comic-Kultur der 50er und 60er Jahre, Musik, Literatur, Theater und Kleinkunst. Ich bewundere nach wie vor, Künstler wie Otto Dix, Max Ernst und vor allem Marcel Duchamp.

BeuteschemaDurch einen sehr guten Freund, dessen Vater als Künstler lebte und erfolgreich war, bin ich schon sehr früh mit der Kunstszene Düsseldorfs der frühen 60er Jahre in Berührung gekommen und lernte ein paar Künstler, des „Kapitalistischen Realismus“, kennen. Zu dieser Zeit habe ich angefangen Leinwände zu bauen und habe sehr viel experimentiert. Meine Bilder wurden recht schnell immer figurativer.
Anfang bis Mitte der 90er Jahre, hatte ich einige Kontakte zur damaligen Düsseldorfer Kleinkunst und Theaterszene und zum neu gegründeten Künstlerverein, „Kunst im Hafen e.V.“ und hatte die Möglichkeit, erste Bilder auszustellen und die ersten Einzelausstellungen haben sich ergeben.

Da ich parallel, eine Ausbildung gemacht habe, studiert habe und heute einem „normalen Beruf“ nachgehe, fehlt mir leider oft die Zeit zum Malen. Malen ist für mich ein wichtiger, sehr intimer Teil, in dem ich Alltagsgeschehen und meine Empfindungen dafür, für mich zu spiegeln und zu verarbeiten versuche. Für mich ist die Malerei ein Prozess der ständigen Selbstfindung und Weiterentwicklung, vor allem die Auseinandersetzung und der Konflikt mit mir Selbst. Der „Rote Faden“…. und ich finde es immer wieder spannend, wohin mich die Malerei bringt und in welche Richtung das Ganze geht.

Meine Bilder selbst mit einem Stil zu beschreiben, vermag ich nicht. Dies überlasse ich gerne anderen. Denn jeder Mensch hat eine andere Empfindung dafür und assoziiert etwas anderes. Das Wirken auf jeden einzelnen möchte ich nicht durch einen Stil beeinflussen.

„Als Kind ist jeder ein Künstler, die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ (Pablo Picasso)

 

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