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Bernhard Sandner – sucht die Konfrontaion zwischen Werk und Betrachter

Bernhard SandnerBei meinen Bildern benutze ich meisten Airbrush und Acrylfarben, es dürfen aber auch andere Materialien sein. Dazu zählen Farbstifte in vielen verschiedenen bunten Farben oder Pastellkreide. Ich habe eine Idee und verwende die Materilien die am besten dazu passen würden. Meiner Meinung nach sind Acrylfarben und das Airbrush eine optimale Kombination.

Meinen Bildern liegt fast immer eine Vorstellung in meinem Kopf zugrunde, dann gilt es Referenzmaterial zu Sammeln und die Idee mit dem geeigneten Material umzusetzen. Nicht immer deckt sich das fertige Bild mit den ersten Skizzen, da das Malen ein kreativer Prozess ist, kann sich da schon mal einiges verändern.

In meinem Skizzenbuch halte ich alle meine Ideen fest, die mir oft spontanin den Kopf kommen. Wenn ich mal wieder auf der Suche nach einem neuen Projekt bin und die Aufzeichnungen durchsehe, wundere ich mich oft, was ich alles für Einfälle hatte, die schon längst wieder vergessen waren. Gelegentlich habe ich einfach nur Lust zu Malen, dabei entstehen teilweise ziemlich verrückte Werke.

Irgendwas abmalen ist nicht mein Ding. Es ist eine gute Übung, aber das machen so viele, sodass ich anders vorgehe, ich will etwas neues schaffen und damit die Welt ein klein wenig verbessern, verschönern oder den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Über Airbrush zur Malerei
Schrei

Schrei

Zur Kunst kam ich über Umwege, quasi wie die Jungfrau zum Kind. Als begeisterter Motorradfahrer las ich gerne Magazine mit amerikanischen Bikes, die mit tollen Lackierungen geschmückt waren. Irgendwann ende der 80er Jahre hatte ich einen Unfall und mein Motorrad musste neu Lackiert werden.Ich beschloss, mein Bike soll eine Flammenlackierung bekommen. Nachdem ich einige Lackierer abgeklappert hatte, von denen keiner bereit war, mir Flammen drauf zu machen, beschloss ich die Sache selbst zu erledigen. Als Mechaniker hatte ich ja bereits Grundkenntnisse im Lackieren.

Ich kaufte mir eine billige Airbrush und ein paar Bücher und machte meine Flammen selber, was mir richtig Spaß gemachte hat. In einer Zeitschrift entdeckte ich später ein „richtiges Airbrush-Set“ mit Illustrationsfarben und Anleitung. Das musste ich unbedingt haben, da mir die Flammen inzwischen nicht mehr reichten. Ich bestellte das Set und begann auf allen möglichen Untergründen zu experimentieren. Fasziniert von den Möglichkeiten sammelte ich Motivvorlagen und besprühte Motorhauben, Tankdeckel aber auch Zeichenkarton. Irgendwann kaufte ich mir dann im Baumarkt eine Leinwand und malte mein erstes Bild, das ich sowohl mit Airbrush als auch mit Pinsel verwirklichte. Ich besorgte mir Bücher über Künstler, malte und brushte fröhlich drauf los.

Airbrush hatte ich inzwischen als Gewerbe angemeldet, fuhr auf Autotreffen und besprühte alle möglichen Sachen.

Die Qualität meiner Arbeiten wurde allmählich ganz gut. Im Laufe der Jahre wurde es immer ruhiger mit meiner Kunst, bis 2004 meine Freundin auf einer Airbrush-Messe einen 5 Tage Intensiv-Airbrush-Kurs bei Lars Dian Ollison im Kunstforum Bad Driburg gewann. Sie hatte kein Interesse, also fuhr ich kurz nach Ostern 2005 raus aus Bayern um zu lernen. Dieser Kurs war wirklich das Beste, was mir passieren konnte. Ich kam zurück und war voller Tatendrang, der bis heute nicht ein bisschen nachgelassen hat. Im Gegenteil, dieser Drang wird immer noch stärker.

Meinen Bildern liegt meistens eine Idee zugrunde, die mir oft einfach in den Sinn kommt, aufgeschrieben wird und später greife ich sie dann auf und arbeite sie aus.

Vision

Vision

Ich verstehe Kunst vor allem als eine Art der Kommunikation. Meine Bilder sollen das Gehirn des Betrachters ein wenig ankurbeln, manchmal ist auch ein erhobener Zeigefinger versteckt, besonders wenn es um die Umwelt geht. Da ich auf dem Land lebe, ist die Natur das wichtigste für mich, sie ist mein Lebensraum und gibt mir Kraft.

Es gibt aber auch Bilder die ich einfach als eine Art Spiel betrachte, schmunzeln erlaubt. Manchmal entsteht auch aus einem Begriff, den ich zufällig höre oder aus einem Sprichwort, ein Bild im Kopf. Dass ich dann umsetzen muss. Für mich ist es wichtig geworden zu Malen, diese Art der Kommunikation, etwas mit Farben auszudrücken gibt mir sehr viel. Ich möchte schon fast sagen, ich will nicht Malen, ich muss.

Ich liebe es immer noch etwas mit der Airbrushpistole zu besprühen, sei es ein Motorradtank, eine Wand, eine Lederjacke oder eine E-Gitarre, es macht einfach Spaß etwas zu gestalten. Außerdem habe ich nicht vergessen, was mich zur Kunst gebracht hat.

Die Ideen gehen vorerst nicht aus und das Buch füllt sich schneller als ich im Moment Malen kann. Faul war ich aber noch nie, deshalb schauen wir mal was noch alles entsteht.

Weitere Links

  • Zur Webseite von Bernhard Sandner: http://hot-styling.de/
  • Künstlerbedarf im Staffeleien-Shop
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