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Die Tiermalerei – Vom Stillleben zur eigenständigen Genremalerei

Tiermalerei Blaues FohlenSowohl Laien als auch Profis können sich unter dem Begriff Tiermalerei etwas vorstellen. Wie der Name es schon vermuten lässt, ist es ein Genre, welches sich mit der Darstellung von Tieren befasst. Doch wie entwickelte sie sich? Schon aus der menschlichen Frühgeschichte sind Tierdarstellungen bekannt, dennoch werden diese nicht zur klassischen Tiermalerei gezählt. Der Staffeleien-Shop.de ist der spannenden Geschichte dieses Genres auf den Grund gegangen. Wir stellen Euch vor, wie die Anfänge der Tiermalerei aussahen und wie dieses Genre heute noch in Kunstutensilien, wie Gliederpuppen, vertreten ist.

Die Geschichte der Tiermalerei

Tiermalerei FeldhaseDie Anfänge der Tiermalerei werden erst im 16. Jahrhundert gemacht. Damals entwickelte sich als eine Art Kategorie des Stilllebens das so genannte „Tierstück“. Dieser Vorläufer der Tiermalerei wurde besonders vom Künstler Albrecht Dürer geprägt. Sein bis heute in Aquarellfarben gemaltes Bild der „Feldhase“, wird von vielen als Meilenstein in der Tiermalerei gesehen. Im weiteren Verlauf der Geschichte, während des 17. Jahrhunderts, waren Tiere nur Teil von Landschaftsdarstellungen. Dennoch können diese als Etappe in der Entwicklung der Tiermalerei betrachtet werden. Später, in der Zeit der Aufklärung, entwickelte sich ein verstärktes Interesse an der Natur und ihre morphologische Klassifizierung. Die Tiermalerei erfüllte von da an einen illustrierenden Zweck. Das zog sich auch noch ins 19. Jahrhundert, in der die Tiermalerei gerne in zoologischen Gärten genutzt wurden. Neben dem Nutzen aber, wurde die Tiermalerei auch aus ästhetischem Standpunkt heraus immer beliebter. Das wachsende Publikum und die so steigende Nachfrage sorgte dafür, dass die Tiermalerei sich immer mehr zum eigenen Genre entwickelte. Nach der Entwicklung der Fotografie verlor die Tiermalerei ihren praktischen Nutzen, verschwand aber nicht aus der Welt der Kunst. Im Gegenteil.

Die Tiermalerei in der Moderne

Auch heute ist die Tiermalerei noch sehr beliebt, wird aber auf andere Art und Weise verstanden als in den vorhergegangenen Jahrhunderten. Der Anspruch, realistische Tierdarstellungen zu produzieren war mit der Fototechnik verschwunden. Das gab Künstlern Raum, die Tiermalerei hauptsächlich als ästhetisches Mittel zu verstehen. Durch die Kombination mit Farben und Formen, Andeutung fragmentierter Bewegung oder mit unterproportionalen Elementen, wurde die Tiermalerei ein Mittel Gefühle zu transportieren.

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