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Andreas Handschuck – Mit 60 zurück zur Malerei

Schöne im SchilfWährend ich mich als Jugendlicher noch an Faksimiles berühmter Künstler und an Portraits meiner Familienmitglieder versuchte, haben dann Studium und Beruf dafür gesorgt, dass das aufgekeimte kleine Pflänzchen meiner malerischen Ambitionen nicht so recht wachsen konnte. Erst sehr spät habe ich gemerkt, welche Energie sich in mir entfaltet, wenn ich mich an die Leinwand setze.
Heute sehe ich es so:
Sechzig Jahre lang habe ich geschaut und Bilder in mich aufgenommen, nun aber wollen sie heraus, wollen auf Papier, Holz und Leinwand verwirklicht werden. Wie viel Glück für mich damit verbunden ist, das konnte ich zu keiner Zeit ahnen. Gerade noch war da eine leere Leinwand, und im Laufe des Schaffensprozesses wird da etwas lebendig, was bisher so nur in meiner Fantasie existierte. Heute merke ich in meinen Ausstellungen, dass meine Bilder auch bei den Betrachtern kleine Glücksmomente hervorrufen können.

Andreas Handschuck – Die Frage der Kunst

Ist das Kunst?
Diese Frage hat für mich einen eher geringen Stellenwert. Mir geht es vor allem darum, den berühmten flüchtigen Moment im Bild festzuhalten, manchmal auch das Ungewohnte, das unser Auge so bisher noch nicht gesehen hat, die Schönheit des Lebens in vielen Facetten darzustellen und Freude zu bereiten. Und immer wieder fliegen mir Motive zu, die gemalt werden wollen. Manchmal gehe ich auch einfach in Dialog mit meiner Palette, lasse den Zufall seine Rolle spielen, gestalte nach, und heraus kommt ein Farbspiel, eine Struktur, etwas kaum Benennbares, in dem der Betrachter sich verlieren kann. Die Intention meiner Bildsprache ist stark an der Realität orientiert, und ich liebe es kräftige Farben einzusetzen. Aber auch die Herausforderung des Sich-Zurücknehmens in meinen Landschafts- und Unterwasserbildern übt einen großen Reiz auf mich aus. Ich möchte mich der Natur annähern in meinen Bilddarstellungen, möchte Schönheit durch naturalistische Bilddarstellung transportieren. Somit geht es dann letztendlich nie um die Schönheit des Bildes, sondern immer um die Schönheit des dargestellten Motivs.

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