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Anja Feldmann – Proportionen in der Kunst

Du oder ichSchon immer hat mich die Malerei begeistert. Der Geruch von Leinöl, der den Raum erfüllt, gibt mir das Gefühl, zu Hause zu sein. Das Zusammenspiel unterschiedlichster Materialien auf der Leinwand erzeugt immer wieder neue Spannung. Aus diesem Grund gilt meine große Leidenschaft der informellen Malerei.

Was mich ganz besonders daran reizt, ist der Umstand, dass das Ergebnis nicht selten ein ganz unerwartetes ist. Meine Materialien sind Öle, Pigmente, Acrylfarben, Strukturpasten, Stoffe, Beizen, Sande u.v.m. Die Veränderungen während des Entstehungsprozesses, die Unberechenbarkeit des Resultats und die Lebendigkeit, die die fertige Arbeit schließlich ausstrahlt, faszinieren mich.

Als Gegenpol zum allmählichen Schaffensprozess mit Ölfarben, bilden Acrylfarben einen weiteren Bestandteil meiner Arbeit. Sie müssen für den nächsten Arbeitsschritt nicht lange trocknen, dafür sind sie in ihrer Wirkungsweise undurchdringlicher. Ich setze sie sowohl für abstrakte, als auch gegenständliche Malerei ein, zum Beispiel für die Aktmalerei. Proportionen sind etwas, das für einen Maler/eine Malerin unumgänglich ist, und gerade der menschliche Körper bietet in diesem Zusammenhang einen unerschöpflichen Pool. Für die Aktmalerei greife ich gern zu kräftigen, expressiven Farben, denn ich bin nicht der Typ, der ein Gemälde wie eine Fotografie aussehen lassen möchte, auch wenn ich letzteres durchaus für eine großartige Leistung halte.

 

Anja Feldmann – Proportionen sind in der Kunst unumgänglich

Spontanität finde ich auch in meinen Federzeichnungen. Gerade auf Reisen oder im Café ist die Feder ein gutes Medium für mich, Situationen einzufangen. Das Motiv wird skizzenhaft mit einigen Strichen umrahmt und schraffiert, um später in Ruhe koloriert zu werden. Dabei kann ich das Motiv ausschnitt haft aus dem Zusammenhang nehmen, oder aber eine komplette Szenerie erfassen, je nach Zeit und Laune. Beim Kolorieren mit Aquarell achte ich darauf, dass das Bild noch „atmen“ kann, das Weiß des Papieres also nicht zu üppig eingefärbt wird, sondern stellenweise oder auch mal großzügiger stehen bleibt. Figurengrenzen können dabei häufig missachtet oder überschritten werden, um eine Verschmelzung von Zeichnung und Malerei herzustellen.

Als Kunstlehrerin gebe ich mein Wissen und meine Leidenschaft ebenso gern weiter, wie ich selber male. Ob in der Schule oder in Malkursen für Kinder und Erwachsene, versuche ich die Kreativität eines jeden zum Vorschein zu bringen. Wichtig ist mir, dass alle mit Spaß bei der Sache sind.

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