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Claudia Delissen – Die Liebe zur Aquarellmalerei

claudia delissen1970 wurde ich am schönen Niederrhein geboren. Im Alter von neun Jahren habe ich mich in meine Trompete verliebt und sie auch erst mit 40 Jahren wieder aus der Hand gelegt … aber nur, um die Trompete gegen den Pinsel zu tauschen.


Ganz zufällig bin ich an die Malerei geraten und seitdem mit Herz und Hand bei der Sache. Nicht nur ich selbst war überrascht, dass ich nicht völlig ohne künstlerisches Talent bin, denn bei meinen bisherigen Kontakten mit der Kunst,  z.B. im Schulunterricht,  konnte man davon noch nichts erkennen.
Ich bin mir sicher, dass in Vielen von uns verborgene Talente schlummern und möchte alle Menschen ermutigen, sich vielfältig auszuprobieren und sich von dem, was dann zum Vorschein kommt, überraschen zu lassen!
Meinen ziemlich unkreativen Beruf hängte ich 2011 zugunsten der Kunst an den Nagel und widme mich seitdem voll und ganz der Malerei. Begonnen habe ich mit dem Zeichnen, bis mich meine Dozentin dann quasi zwang, mit Farben zu arbeiten. Zunächst mit Acrylfarben, denen ich aber nicht so viel abgewinnen kann, weil sie mir oft zu stumpf sind und zu schnell abbinden. Dann entdeckte ich die Welt der Aquarellfarben für mich. Wie die Farben leuchten und wie frei und spontan sich damit arbeiten lässt, hat mich auf Anhieb fasziniert.

Heimatverbundene Malerei mit Aquarellfarben & Tempera

Eitempera Claudia DelissenMeine zweite große Liebe, das Malen mit Eitempera, entdeckte ich danach. Wunderbar, wie einfach man Eitempera mit einfachsten Mitteln selber herstellen kann. Ich liebe es, die Tempera mit Ei, Leinölfinis, Wasser und Nelkenöl selber herzustellen und mit den vielen verschiedenen Pigmenten zu einer Farbe zu vermengen. Wie flüssig die Farben werden, lässt sich durch die variable Zugabe der Wassermenge gut einstellen. So kann ich auch mit Eitempera ähnlich flüssig malen wie mit Aquarellfarbe. Dabei bleibt die Farbe auf der Leinwand länger offen, sodass am nächsten oder übernächsten Tag noch Änderungen möglich sind. Wenn es mal schneller gehen muss, mixe ich die Pigmente mit Chitosantempera, das aus Chitin von Krabbenschalen gewonnen wird. Außerdem zeichne ich gerne mit Tusche und koloriere diese Zeichnungen dann mit Aquarellfarbe.
Die Motive stammen alle aus meinem Leben. Es sind die Dinge, an denen mein Herz hängt, oder die mich berühren. Viele Bildideen stammen daher aus meiner Heimat.
Mein Bruder nennt mich scherzhaft eine Heimatmalerin, aber im Grunde hat er damit Recht.

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