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Martin Würker – über Kunsttherapie und wild strukturierte Malweisen

Wild strukturiert. Seinen Gedanken und Impulsen Ausdruck verleihen.

 

Kunstfehler – experimentelles Malen

Martin Würker wurde 1989 in Leipzig geboren. Seit 2010 praktiziert er Ergotherapie in einem Gesundheitszentrum für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Wittenberg. Mai 2017 absolvierte Martin seine Ausbildung zum Kunsttherapeuten in Regensburg.

Martin Würker

Martin: „Ich möchte sie dazu einladen bewusst, inspirativ und achtsam ihr Leben zu Highlighten.“

Im Verlauf der Ausbildung entwickelte sich seine Leidenschaft für das experimentelle Malen. Versuch und Irrtum brachte mal großes Staunen, manchmal entsetzen und so entwickelte sich jenes Experimentieren zum Atelier Kunstfehler.

Martin erhielt immer mehr Feedback. Die Freude am Schöpfen, neuer Inspiration, dem Wilden Struktur zu verleihen, dies gelang ihm immer besser. Die Schlussfolgerung: aus kleinen Malpappen wurden immer größere Leinwände. Auf Facebook und Youtube wurde er nach und nach aktiver. Mit seiner eigenen Webseite ging er den nächsten wichtigen Schritt für den medialen Auftritt.

(Webseite: www.wild-strukturiert.de)

 

 

 

Wild strukturiert so beschreibt Martin seine Malweise. Seinen Gedanken und Impulsen möchte er Ausdruck verleihen. Seine Kunst soll für jeden zugänglich sein. Es soll beim Betrachten nie um den Preis oder den Titel gehen. Seine Inspiration und Leidenschaft soll spürbar sein. Auch Wut und Erschöpfung sind Elemente in seinen Werken.

 

 

Martin: „Ein Künstler ist für mich ein Mensch, der bewusst den Bereich des Notwendigen verlässt und hauptsächlich einer der strebt, versucht, an sich arbeitet, nicht lange zufrieden ist und weitersucht.“


 

Was ist Kunsttheraphie?

Verkürzt und doch kompliziert gesagt: Kunsttheraphie versucht die Bewusstheitserweiterung bezüglich eines persönlichen Themas durch die Wahl verschiedener Medien/ Übersetzungen und die anschließende therapeutische Kommunikation über das Erlebte und seine Folgen für die Zukunft. Anders formuliert, ist Kunsttherapie zunächst einmal Anleitung zu etwas. Wenn man Menschen dazu anleitet, gestalterisch tätig zu werden, ist dies per se heilsam. Es findet ein Prozess der Bewusstheitserweiterung statt, wenn man seine Gedanken, seine Hände, seinen Körper und ein Material interagieren lässt. Auch die Verlangsamung und Konzentration, die zugleich immer auch eine Ablenkung von eigenen Grübeleien und Fixierungen ist, wirkt therapeutisch.

Martin: „Wir benutzen Gestaltungsmittel und vor allem den Vorgang des Gestaltens dazu, Menschen zu einer Begegnung mit sich selbst zu verführen“

 

Wenn therapeutisch relevante Komplexe bearbeitet werden, kann man einfach ein Thema vorgeben, etwas eine Emotion wie „Angst“ oder einen Begriff wie „hilfreiche Nähe“. Der eigentliche therapeutische Sinn ist, das Thema gemeinsam mit den Klienten herauszuarbeiten und dann zu einer bestimmten, personalisierten und jetzt schon „vorgeglühten“ Fragestellung einen gestalterischen Prozess zu starten. Auch hier wird durch die Übersetzung von Ideen und Gefühlen in ein anderes Medium als Sprache eine weitere Bewusstheit des Problemfeldes erreicht und Lösungen denkbar.

Der eigentlich zentrale und bewusstseinserweiternde Vorgang wird in dieser Ausbildung in der Weiterverarbeitung eines Werkes im Dialog gesehen. So wird den Teilnehmern – neben den künstlerischen Methoden – vor allem das Handwerkszeug der therapeutischen Kommunikation nach den Prinzipien der Gestalttherapie vermittelt.

 

 

 

Wie funktioniert Kunsttheraphie?

Wie man nur durch Worte, Reden und Denken Gesund werden kann. Dies ist möglich, einfach nur durch eine bestimmte Art des Erkennens und Lernens, dann landet man üblicherweise bei Begriffen wie “in seinem Zusammenhang erkennen”, “etwas ganzheitlich begreifen” und “ein Verhalten experimentierend lernen”. Eine Mischung also aus “neue Gedanken denken“, “neue Zusammenhänge begreifen” und “neues Verhalten ausprobieren und erlernen”.

Alle diese Schritte fördert Kunsttherapie nicht nur mittels der Sprache und Zuwendung durch den Therapeuten, sondern zusätzlich durch das Tun und durch die Konfrontation mit dem Material und dem permanenten Hin- und Herübersetzen von Kunstwerk zu Sprache zu Kunstwerk und so weiter.

Man erzielt als Kunsttherapeute sofort verschiedene heilsame Effekte. Durch intensives Kommunikationstraining, differenzierte Kenntnis von Krankheitsverläufen und viel Praxis wird man sicherlich treffsicherer, krisenfester und vielfältiger – wirksam ist die Methode aber von Anfang an. Unser Ziel ist es also vor allem, den Teilnehmern die Praxiserfahrung und das Selbstbewusstsein mitzugeben.

 

Künstlerinfos: Martin Würker

Webseite: www.wild-strukturiert.de

Facebook: Kunstfehler @KunstfehlerMW

Instagram: Kunstfehler – atelierkunstfehler

YouTube: Martin Würker

 

Galerie:

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