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Serpil Sögüt – “Meine Bilder sollen Impressionen wiedergeben”

Serpil SögütEin hervorragendes Gefühl, sich als Kind  auf die Wiese zu legen, ein Lakritz zu verzehren und dabei noch den Himmel zu betrachten. Einfach unbezahlbar!

Ich war schon als Kind gerne alleine. Es war interessant die Jungs beim Fußballspielen zu beobachten oder die Kinder  im Sandkasten.

Habe gerne Menschen beobachtet und so habe ich mir, Stück für Stück, meine eigene Welt unbewusst Aufgebaut, aber den Mut zu haben, den ersten Schritt zu wagen, gelingte mir während meiner Erziehungszeit, in der ich mir meine erste Leinwand kaufte. Ganz Tief in mir drin war etwas und  “platzte”.

Konnte nicht mehr aufhören, denn beim Malen konnte ich meinen Alltag vergessen und Blumen in Vasewar ein ganz anderer Mensch. Ich war in meiner Welt.

Mein Kunstlehrer Aziz Sener hat mir das Malen beigebracht, aber meinen eigenen Stil habe ich selber mit der Zeit entdeckt. Zahlreiche Bilder habe ich gemalt, aber mein Stil ist es, die flüchtigen Sinneseindrücke, genau diesen Augenblick auf die Leinwand zu übertagen Perfektionismus ist nicht mein Fall, aber Impressionismus  wird bei mir großgeschrieben.Meine Bilder sollen Impressionen wiedergeben.

Ich liebe es Menschen zu malen. Einen Jungen der sich mit seiner Mutter unterhält, die spontane Reaktion einer Marktverkäuferin oder ein Kind, das seinen Willen auf dem Markt  durchsetzen will. All das was  im Alltag geschieht ist interessant für mich, denn das schöne ist in der Natur. Sie begegnet einem in der Wirklichkeit und in den Marktplatzunterschiedlichsten Formen. Sobald man seiner gewahr wird , gehört es zur Kunst , oder vielmehr dem Künstler, dies zu erkennen.

Trotzdem könnten alle Künstler der Welt zusammen kommen und sie würden Kunst nicht definieren können, denn jeder Künstler entdeckt das malen für sich und gerade das was man nicht erzählen kann ist Kunst.

Auch für mich ist Kunst nicht definierbar, aber trotzdem der einzige Weg, auf dem man sich nicht verlieren kann.

 

 

 

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